Wertschätzungs- statt Wegwerfgesellschaft. Soziale Innovation dank Digitalisierung.

Trägt die Digitalisierung zu einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder modernisiert sie eher den zerstörerischen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen der Nachhaltigkeit. Am Beispiel von Foodsharing zeigen Anja Höfner und Tilman Santarius ihn diesem Artikel, wie digitale tools neue Chancen für umweltfreundlichen Konsum eröffnen, Menschen ermächtigen und dabei helfen, soziale Innovationen anzustoßen. Denn nur wenn technologische Innovationen auch soziale Innovationen anstoßen, hilft die Digitalisierung dabei, die bestehenden nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsmuster zu überwinden.

Die dunkle Seite des “smart everything”. Gesellschaft revolutionieren statt Wachstum generieren.

Seit Beginn der modernen Wachstumskritik war die Antwort darauf immer: „Lasst uns ein Wachstum der Grenzen anstreben, indem wir effizienter werden!“ Der heilige Gral der Effizienzrevolution wird durch die digitale Revolution nun in eine neue Dimension gehievt: Durch die Digitalisierung nahezu aller Produktions- und Verbrauchsbereiche, durch smart factories, smart shopping, smart meters, ja ‚smart everything’ können wir die Effizienz unserer Produkte, Infrastrukturen und Lebensgestaltung noch viel besser steigern. Tatsächlich aber führt die Digitalisierung zu ambivalenten Effekten und erfordert daher eine klare Einbettung in soziale und ökologische Ziele. Hier zum Artikel von Tilman Santarius in der Zeitschrift Agora42.

Big Data führt zu „Big Needs“ – Interview im Österreichischen Rundfunk

Onlinekonsum könne ökologischer sein als der Einkauf im Geschäft nebenan, meint der Sozialwissenschaftler Tilman Santarius. Generell aber machen digitale Spuren unsere Wünsche immer größer, aus Big Data sprießen „Big Needs“ – und das schade der Umwelt. Hier der Link zum Interview mit Tilman Santarius im Österreichischen Rundfunk ORF, in dem er über einige der Wirkungen von Big Data auf den Konsum und über Alternativen spricht.

Eine „nachhaltige Digitalisierung“ ist kein Selbstläufer. Politik und Zivilgesellschaft müssen die Richtung vorgeben.

Trägt die Digitalisierung zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder reformiert sie eher den nicht-nachhaltigen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen. Aber sie kann nicht pauschal beantwortet werden. In seinem Artikel in der Zeitschrift Weitblick begründet Tilman Santarius einige der Hoffnungen, dass eine digitale Zukunft zugleich eine dematerialisiertere sein wird, und analysiert Risiken, warum die radikale Steigerung von Effizienz und Optionen durch „smart everything“ aber auch neue ökologische Probleme hervorrufen kann.

Wolf oder Wollmilchsau? Drei Fragen an das transformative Potential der Digitalisierung.

Die spätindustriellen Gesellschaften stehen vor einem epochalen Wandel. Die Digitalisierung vollzieht sich zwar bereits seit Jahrzehnten, allen Anzeichen nach wird sie sich jedoch in den nächsten Jahren noch bedeutend stärker entfalten. Was die Folgen der Digitalisierung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit betrifft, bestehen interessanterweise zwei unterschiedliche, ja widersprüchliche Erwartungen. In ihrem Artikel in ökologisch wirtschaften erörtern Steffen Lange und Tilman Santarius, wie diese beiden widersprüchlichen Erwartungen ganz eigene kritische Rückfragen auf den Plan rufen.