Die Internet-Giganten ruinieren unseren Planeten. Interview.

Wenn wir alle analogen Geräte durch digitale ersetzt haben, dürfen wir uns dann als Vorbilder eines grünen Lifestyles sehen? Werden wir praktisch zum Konsum gezwungen, wenn wir alle zwei Jahre ein Handy frei Haus erhalten, obwohl das alte noch voll funktionstüchtig ist? Wenn schon das “Fairphone” kaum einen Marktanteil hat, wie soll dann der Turnaround funktionieren? Was sind die großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung – und was können wir Einzelnen tun, damit die digitale Gesellschaft von morgen zugleich auch eine nachhaltigere wird? In diesem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin “Enorm” steht Tilman Santarius Rede und Antwort.

Runter von der Überholspur.

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, und aller Orten werden die Chancen gepriesen – für die Gesellschaft, für das Glück der Einzelnen, sogar für die Umwelt. Im diesem Leitartikel des Tagesspiegels zum Digital Future Science Match 2018 nimmt Tilman Santarius die Chancen in den Blick, aber zeigt auch auf, welche Risiken in einer ungesteuerten, ungestalteten Digitalisierung liegen können. Schließlich macht er Vorschläge für drei Leitgedanken, an denen sich die Gestaltung der Digitalisierung durch Politik, Unternehmen und Individuen orientieren kann. Denn nur ein umsichtiger Wandel macht die vernetzte Welt auch zu einer besseren.

Smarte grüne Welt? Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Führt die Digitalisierung uns in eine smarte grüne Welt, in der alle vom technologischen Fortschritt profitieren und wir zugleich schonender mit der Umwelt umgehen? Oder steuern wir in einen digitalen Kapitalismus, in der sich Geld und Macht auf wenige konzentrieren und die Wirtschaft noch weiter über die planetaren Grenzen hinauswächst? In ihrem Buch analsyieren Steffen Lange und Tilman Santarius, welche Chancen und Risiken der Megatrend der Digitalisierung für die Mega-Herausforderung der Nachhaltigkeit birgt. >>> Mehr

Wertschätzungs- statt Wegwerfgesellschaft. Soziale Innovation dank Digitalisierung.

Trägt die Digitalisierung zu einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder modernisiert sie eher den zerstörerischen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen der Nachhaltigkeit. Am Beispiel von Foodsharing zeigen Anja Höfner und Tilman Santarius ihn diesem Artikel, wie digitale tools neue Chancen für umweltfreundlichen Konsum eröffnen, Menschen ermächtigen und dabei helfen, soziale Innovationen anzustoßen. Denn nur wenn technologische Innovationen auch soziale Innovationen anstoßen, hilft die Digitalisierung dabei, die bestehenden nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsmuster zu überwinden.

Die dunkle Seite des “smart everything”. Gesellschaft revolutionieren statt Wachstum generieren.

Seit Beginn der modernen Wachstumskritik war die Antwort darauf immer: „Lasst uns ein Wachstum der Grenzen anstreben, indem wir effizienter werden!“ Der heilige Gral der Effizienzrevolution wird durch die digitale Revolution nun in eine neue Dimension gehievt: Durch die Digitalisierung nahezu aller Produktions- und Verbrauchsbereiche, durch smart factories, smart shopping, smart meters, ja ‚smart everything’ können wir die Effizienz unserer Produkte, Infrastrukturen und Lebensgestaltung noch viel besser steigern. Tatsächlich aber führt die Digitalisierung zu ambivalenten Effekten und erfordert daher eine klare Einbettung in soziale und ökologische Ziele. Hier zum Artikel von Tilman Santarius in der Zeitschrift Agora42.

Big Data führt zu „Big Needs“ – Interview im Österreichischen Rundfunk

Onlinekonsum könne ökologischer sein als der Einkauf im Geschäft nebenan, meint der Sozialwissenschaftler Tilman Santarius. Generell aber machen digitale Spuren unsere Wünsche immer größer, aus Big Data sprießen „Big Needs“ – und das schade der Umwelt. Hier der Link zum Interview mit Tilman Santarius im Österreichischen Rundfunk ORF, in dem er über einige der Wirkungen von Big Data auf den Konsum und über Alternativen spricht.

Eine „nachhaltige Digitalisierung“ ist kein Selbstläufer. Politik und Zivilgesellschaft müssen die Richtung vorgeben.

Trägt die Digitalisierung zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder reformiert sie eher den nicht-nachhaltigen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen. Aber sie kann nicht pauschal beantwortet werden. In seinem Artikel in der Zeitschrift Weitblick begründet Tilman Santarius einige der Hoffnungen, dass eine digitale Zukunft zugleich eine dematerialisiertere sein wird, und analysiert Risiken, warum die radikale Steigerung von Effizienz und Optionen durch „smart everything“ aber auch neue ökologische Probleme hervorrufen kann.

Wolf oder Wollmilchsau? Drei Fragen an das transformative Potential der Digitalisierung.

Die spätindustriellen Gesellschaften stehen vor einem epochalen Wandel. Die Digitalisierung vollzieht sich zwar bereits seit Jahrzehnten, allen Anzeichen nach wird sie sich jedoch in den nächsten Jahren noch bedeutend stärker entfalten. Was die Folgen der Digitalisierung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit betrifft, bestehen interessanterweise zwei unterschiedliche, ja widersprüchliche Erwartungen. In ihrem Artikel in ökologisch wirtschaften erörtern Steffen Lange und Tilman Santarius, wie diese beiden widersprüchlichen Erwartungen ganz eigene kritische Rückfragen auf den Plan rufen.