Der Weg ins digitale Übermorgen. 5 Dinge, um die Digitalisierung Grün zu machen.

Die Digitalisierung belügt uns. Kleine, spiegelnde Geräte, die nicht stinken, mit denen wir arbeiten und spielen, gerne draußen unterm Apfelbaum. Die Geräte und Services sind so ätherisch, als seien sie selber schon so virtuell wie die Videos, Spiele und Social-Media-Seiten, die wir auf ihnen nutzen. Doch das ist eine blendende Hoffnung! Was man der Digitalen Revolution nicht ansieht: Die enormen Material- und Energieverbräuche. In diesem kurzen Artikel aus des Magazin “Albert” der Einstein-Stiftung stellt Tilman Santarius fünf grundlegende Veränderungen vor, die es für eine digital-ökologische Zukunft braucht.

Sand ins Getriebe streuen – Interview

In diesen Interview mit Joachim Wille in der Zeitschrift Movum spricht Tilman Santarius über den Stromfresser Internet, den Hype um selbstfahrende Autos und über das digitale Fasten. Zudem fordert er eine Vorbildfunktion von Deutschland in der Umsetzung einer nachhaltigen Digitalstrategie und schlägt hierfür einen vollen Policy- Mix aus Regulierung, Anreizen und einer Veränderungen der Rahmenbedingungen für die digitale Ökonomie vor.

Vom DigitalPakt Schule zum „ZukunftsPakt Digitalisierung“: Für eine nachhaltigkeits-orientierte digitale Bildung

Die deutsche Bundesregierung hat kürzlich den DigitalPakt Schule verabschiedet. In den nächsten Jahren sollen mehr als fünf Milliarden Euro in die Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik investiert werden. Doch bedeuten ein Mehr an Whiteboards auch mehr Wissen, mehr Hardware auch mehr Softskills? In diesem Blog-Beitrag bei der Bundeszentrale für politische Bilfung (bpb) argumentiert Tilman Santarius, dass eine kritische digitale Bildung Lernende vor allem darauf vorbereiten sollte, unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten. Kritische digitale Bildung sollte daher individuelle, gesellschaftliche und politische Kritik- und Denkräume eröffnen

Warum Bits und Bäume zusammengehören. Vier Gründe, um zwei Communities zu vernetzen.

Die Konferenz Bits & Bäume war ein großartiger Erfolg. Knapp 2.000 Teilnehmer*innen haben auf 130 Veranstaltungen im November 2018 in der Technischen Universität Berlin diskutiert: „Was kann Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation der Gesellschaft beitragen?“ Aber warum wurde diese Konferenz veranstaltet? Welche Ziele haben die elf Organisationen verfolgt, die „Bits & Bäume“ gemeinsam ausgerichtet haben? In dem einführenden Kapitel des Dokumentations-Buchs zur Bits & Bäume-KonferenzBits (Seite 8-11) erörtern Tilman Santarius und Constanze Kurz die vier Ziele, mit der die Tech- und die Nachhaltigkeits-Community auf dieser Konferenz zusammengebracht wurden: 1. Sicherung der Menschenrechte, 2. Einhaltung der Grenzen unseres Planeten, 3. Überwindung des Kapitalismus, 4. Vereint stärker handeln.

 

Auf dem Weg in die vernetzte (Verbraucher-)Zukunft – Widersprüche der Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum

Online-Shopping gehört in den früh industrialisierten Ländern längst zum Alltag eines signifikanten Anteils der Bevölkerung. Doch wie wirkt sich die Digitalisierung darauf aus, welche Produkte und Dienstleistungen wir konsumieren? Und wie beeinflusst sie das Konsumniveau insgesamt? Der Bereich des Konsums ist ein gutes Beispiel, welche ambivalenten Wirkungen die Digitalisierung mit Blick auf die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung üben kann. In diesem Buchkapitel geht Tilman Santarius der Frage nach, welche Chance und Risiken Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum bereithält, und welche politischen Maßnahmen einen ‚nachhaltigen digitalen Konsum’ begünstigen können.

Von der Effizienz zur digitalen Suffizienz. Warum schlanke Codes und eine reflektierte Nutzung unerlässlich sind.

Digitale Geräte und Anwendungen eröffnen unzählige neue Möglichkeiten. Aber wie steht es um die Folgen für Umwelt und Gerechtigkeit? Einerseits geht der Aufbau digitaler Geräte und Infrastrukturen zunächst mit einem nicht zu vernachlässigenden Energie- und Ressourcenverbrauch einher. Und weil Digitalisierung als Effizienzmaschine wirkt, kommt es zu Rebound-Effekten, die einen Rückgang von Energie- und Ressourcenverbräuchen verteiln. Andererseits aber hält Digitalisierung neue Chancen für eine Transformation von Konsum- und Produktionsweisen in Richtung Nachhaltigkeit bereit. An diesen Risiken und Chancen setzt das Konzept der “Digitale Suffizienz” an, welches Steffen Lange, Angelika Zahrnt und Tilman Santarius in diesem Buchkapitel der Bits & Bäume Dokumentation (seite 112-114) ausbuchstabieren.

 

Digital Literacy für die sozial-ökologische Transformation

Damit die Digitalisierung einer sozial-ökologischen Transformation dienen kann, ist eine kritische digitale Bildung und damit eine digitale Mündigkeit, eine ‚digital literacy‘ der Bürger*innen nötig. Solch eine kritische digitale Bildung bedeutet beileibe nicht nur, den Breitbandausbau an Schulen, mehr Tablets im Unterricht oder Programmierkenntnisse für Grundschüler*innen voranzubringen. In diesem Artikel von Steffen Lange und Tilman Santarius in der Zeitschrift Synergie wird gezeigt, welche Aspekte der digital literacy Verbraucher*innen dazu befähigen, eine nachhaltigkeits-orientierte Digitalisierung aktiv zu gestalten.

Für eine sozial-ökologische Digitalpolitik!

Folgt man den Worten diverser Initiativen der Bundesregierung, dann geht es bei der Digitalisierung vor allem ums „Gas geben“, ums rasche, radikale Durchdigitalisieren. Die Hoffnung: Damit würde Deutschland fit gemacht für die Herausforderungen unserer Zeit. Eine politische Strategie jedoch, die die Digitalisierung mit den Herausforderungen einer sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung zusammendenkt, fehlt bislang. In diesem Blogbeitrag auf Netzpolitik.org entwickelt Tilman Santarius eine Blaupause, welche Elemente eine sozial-ökologische Digitalpolitik umfassen sollte, die die Digitalisierung auf der Basis der Menschenrechte und von nationalen und internationalen Sozial- und Umweltstandards lenkt und gestaltet.

Smarte grüne Welt? Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Führt die Digitalisierung uns in eine smarte grüne Welt, in der alle vom technologischen Fortschritt profitieren und wir zugleich schonender mit der Umwelt umgehen? Oder steuern wir in einen digitalen Kapitalismus, in der sich Geld und Macht auf wenige konzentrieren und die Wirtschaft noch weiter über die planetaren Grenzen hinauswächst? In ihrem Buch Smarte grüne Welt? analsyieren Steffen Lange und Tilman Santarius, welche Chancen und Risiken der Megatrend der Digitalisierung für die Mega-Herausforderung der Nachhaltigkeit birgt. >>> Mehr

Triebkräfte des Wandels?

Cover pö Smartopia 2018Energie-, Verkehrs- und Wachstumswende: Der Megatrend Digitalisierung birgt einige Chancen für den sozial-ökologischen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Doch zwischen Möglichkeiten und Realität klafft eine tiefe Schlucht. In diesem Artikel der Zeitschrift politische ökologie zeigen Tilman Santarius und Steffen Lange, was geschehen und gestaltet werden muss, damit die Digitalisierung zu einer “Turning-Maschine” für Wandel der Gesellschaft werden kann.

Mit Datenschutz und Suffizienz gegen Rebound

Was bringt die Digitalisierung für Energie- und Ressourcenschonung? Macht sie alles hyper-effizient und begrenzt Umwelt- und Klimabelastung auf das Notwendigste? Oder werden wir eine Form der smarten Naturausbeutung erleben, bei der IKT-gestützte Umwelttechnik zu einer minutiösen Überwachung und über den Umweg der Konsumsteigerung letztlich zu noch größerem Energie- und Ressourcenhunger führt? Tilman Santarius führt in dem Artikel im Magazin FactorY die großen Diskurse über Datenschutz und Suffizienz zusammen.

Die Internet-Giganten ruinieren unseren Planeten. Interview.

Wenn wir alle analogen Geräte durch digitale ersetzt haben, dürfen wir uns dann als Vorbilder eines grünen Lifestyles sehen? Werden wir praktisch zum Konsum gezwungen, wenn wir alle zwei Jahre ein Handy frei Haus erhalten, obwohl das alte noch voll funktionstüchtig ist? Wenn schon das “Fairphone” kaum einen Marktanteil hat, wie soll dann der Turnaround funktionieren? Was sind die großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung – und was können wir Einzelnen tun, damit die digitale Gesellschaft von morgen zugleich auch eine nachhaltigere wird? In diesem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin “Enorm” steht Tilman Santarius Rede und Antwort.

Runter von der Überholspur.

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, und aller Orten werden die Chancen gepriesen – für die Gesellschaft, für das Glück der Einzelnen, sogar für die Umwelt. Im diesem Leitartikel des Tagesspiegels zum Digital Future Science Match 2018 nimmt Tilman Santarius die Chancen in den Blick, aber zeigt auch auf, welche Risiken in einer ungesteuerten, ungestalteten Digitalisierung liegen können. Schließlich macht er Vorschläge für drei Leitgedanken, an denen sich die Gestaltung der Digitalisierung durch Politik, Unternehmen und Individuen orientieren kann. Denn nur ein umsichtiger Wandel macht die vernetzte Welt auch zu einer besseren.

Wertschätzungs- statt Wegwerfgesellschaft. Soziale Innovation dank Digitalisierung.

Trägt die Digitalisierung zu einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder modernisiert sie eher den zerstörerischen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen der Nachhaltigkeit. Am Beispiel von Foodsharing zeigen Anja Höfner und Tilman Santarius ihn diesem Artikel, wie digitale tools neue Chancen für umweltfreundlichen Konsum eröffnen, Menschen ermächtigen und dabei helfen, soziale Innovationen anzustoßen. Denn nur wenn technologische Innovationen auch soziale Innovationen anstoßen, hilft die Digitalisierung dabei, die bestehenden nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsmuster zu überwinden.

Die dunkle Seite des “smart everything”. Gesellschaft revolutionieren statt Wachstum generieren.

Seit Beginn der modernen Wachstumskritik war die Antwort darauf immer: „Lasst uns ein Wachstum der Grenzen anstreben, indem wir effizienter werden!“ Der heilige Gral der Effizienzrevolution wird durch die digitale Revolution nun in eine neue Dimension gehievt: Durch die Digitalisierung nahezu aller Produktions- und Verbrauchsbereiche, durch smart factories, smart shopping, smart meters, ja ‚smart everything’ können wir die Effizienz unserer Produkte, Infrastrukturen und Lebensgestaltung noch viel besser steigern. Tatsächlich aber führt die Digitalisierung zu ambivalenten Effekten und erfordert daher eine klare Einbettung in soziale und ökologische Ziele. Hier zum Artikel von Tilman Santarius in der Zeitschrift Agora42.

Big Data führt zu „Big Needs“ – Interview im Österreichischen Rundfunk

Onlinekonsum könne ökologischer sein als der Einkauf im Geschäft nebenan, meint der Sozialwissenschaftler Tilman Santarius. Generell aber machen digitale Spuren unsere Wünsche immer größer, aus Big Data sprießen „Big Needs“ – und das schade der Umwelt. Hier der Link zum Interview mit Tilman Santarius im Österreichischen Rundfunk ORF, in dem er über einige der Wirkungen von Big Data auf den Konsum und über Alternativen spricht.

Eine „nachhaltige Digitalisierung“ ist kein Selbstläufer. Politik und Zivilgesellschaft müssen die Richtung vorgeben.

Trägt die Digitalisierung zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft bei – oder reformiert sie eher den nicht-nachhaltigen Status Quo? Dies ist sicher eine der derzeit spannendsten Fragen. Aber sie kann nicht pauschal beantwortet werden. In seinem Artikel in der Zeitschrift Weitblick begründet Tilman Santarius einige der Hoffnungen, dass eine digitale Zukunft zugleich eine dematerialisiertere sein wird, und analysiert Risiken, warum die radikale Steigerung von Effizienz und Optionen durch „smart everything“ aber auch neue ökologische Probleme hervorrufen kann.

Wolf oder Wollmilchsau? Drei Fragen an das transformative Potential der Digitalisierung.

Die spätindustriellen Gesellschaften stehen vor einem epochalen Wandel. Die Digitalisierung vollzieht sich zwar bereits seit Jahrzehnten, allen Anzeichen nach wird sie sich jedoch in den nächsten Jahren noch bedeutend stärker entfalten. Was die Folgen der Digitalisierung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit betrifft, bestehen interessanterweise zwei unterschiedliche, ja widersprüchliche Erwartungen. In ihrem Artikel “Wolf oder Wollmilchsau” in der Zeitschrift ökologisch wirtschaften erörtern Steffen Lange und Tilman Santarius, wie diese beiden widersprüchlichen Erwartungen ganz eigene kritische Rückfragen auf den Plan rufen.