Willkommen auf meiner Website!

 

Aufregende Zeiten stehen uns bevor! In den nächsten zwei Jahrzehnten müssen wir einen wahren Zivilisationssprung bewältigen: neue Lebens- und Wirtschaftsweisen erfinden, die Spass machen und zugleich von allen Menschen auf der Erde gelebt werden können, ohne unsere Überlebensgrundlagen zu zerstören. Was für eine Herausforderung – und was für eine Chance, die Weichen der Weltgesellschaft zu stellen!

Mit meinen Veröffentlichungen möchte ich einen Beitrag leisten, dass diese Chance gelingt. Zur Vereinfachung gliedere ich meine Texte in fünf Themen, die meine Arbeitsschwerpunkte spiegeln:

Digitalisierung, Globale Gerechtigkeit, Klimapolitik, Nachhaltige WirtschaftHandel & Landwirtschaft.

Viel Vergnügen beim Lesen und Weiterdenken. Und nicht vergessen: Another world is possible – let’s make it together!

Tilman

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Die dunkle Seite des “smart everything”. Gesellschaft revolutionieren statt Wachstum generieren.

Seit Beginn der modernen Wachstumskritik war die Antwort darauf immer: „Lasst uns ein Wachstum der Grenzen anstreben, indem wir effizienter werden!“ Der heilige Gral der Effizienzrevolution wird durch die digitale Revolution nun in eine neue Dimension gehievt: Durch die Digitalisierung nahezu aller Produktions- und Verbrauchsbereiche, durch smart factories, smart shopping, smart meters, ja ‚smart everything’ können wir die Effizienz unserer Produkte, Infrastrukturen und Lebensgestaltung noch viel besser steigern. Tatsächlich aber führt die Digitalisierung zu ambivalenten Effekten und erfordert daher eine klare Einbettung in soziale und ökologische Ziele. Hier zum Artikel von Tilman Santarius in der Zeitschrift Agora42.

Rethinking Climate and Energy Policies.

Politiken für mehr ökologische Nachhaltigkeit können oft nicht halten, was sie versprechen. Dieses Buch, das Tilman Santarius, Hans Jakob Walnum und Carlo Aall herausgegeben wird, schlägt vor, die gegenwärtige Klima- Energiepolitik zu überdenken und dabei Erkenntnisse über das Rebound-Phänomen zu berücksichtigen. Es bietet neue theoretische Erkenntnisse aber analysiert vor allem, wie Rebound-Effekte in der konkreten Praxis auftreten können, etwa in der Arbeitsmarktpolitik, der Stadtplanung, dem Tourismus, der Informations- und Kommunikationstechnologie und dem Verkehr. Vor diesem Hintergrund zieht das Buch allgemeine Schlussfolgerungen für die größere politische Debatte über Entkoppelung, grünes Wachstum und Postwachstum (degrwoth).

Der Rebound-Effekt. Ökonomische, psychische und soziale Herausforderungen der Entkopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum

Eine Effizienzrevolution muss mit Rebound-Effekten rechnen. Dies vereitelt die Illusion einer hinreichenden Entkopplung des Energieverbrauchs vom Wirtschaftswachstum. Die Steigerung der Energieeffizienz kann zwar den Verbrauch jeder Nutzungseinheit senken. Doch diese umfassende Analyse zeigt, wie technische Lösungen der Nachhaltigkeit zu einem Anstieg des absoluten Verbrauchs führen und das Einsparpotential damit teilweise, manchmal auch vollständig, wieder zunichte machen. Mehr…

Fair Future. Begrenzte Ressourcen und globale Gerechtigkeit.

Ölkrise, Wasserkonflikte, schwindende Ernährungssicherheit – die Botschaften von knappen Ressourcen häufen sich. Und dies in einer Welt mit wachsender Bevölkerung, zahllosen Armen und stolzen Nationen, die auch ihren Platz an der Sonne fordern. Dieses Buch, verfasst von Autoren des Wuppertal Instituts unter Leitung von Wolfgang Sachs und Tilman Santarius, liefert eine Analyse der Konfliktlagen, entwirft Perspektiven einer Politik der Ressourcengerechtigkeit und umreisst Elemente einer zukunftsfähigen Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Mehr>>>

Der Rebound Effekt: ein blinder Fleck der sozial-ökologischen Gesellschaftstransformation

Um die Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen muss der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Die Energienutzung effizienter zu machen, ist eine mögliche Strategie. Aber während Effizienzsteigerungen den Verbrauch pro Einheit senken, erhöhen sie zugleich den Konsum und steigern das Wirtschaftswachstum. Diese so genannten Rebound Effekte sind ein blinder Fleck im Diskurs über eine sozial-ökologische Gesellschaftstransformation. Dieser GAIA-Artikel von Tilman Santarius liefert eine Analyse der bestehenden Literatur, fasst die Evidenz für Rebound Effekte zusammen und zeigt offene Fragen auf. Mehr >>>

Ökonomie des Genug

Wie lässt sich ein Wirtschaftssystem denken, dass menschliche Bedürfnisse befriedigt und Wohlstand schafft, ohne stetig wachsen zu müssen? Dieser Frage widmete sich ein Symposium zu Ehren von Wolfgang Sachs, dessen Hauptbeiträge Uwe Schneidewind, Tilman Santarius und Anja Humbug in dem Band Economy of Sufficiency – Essays on wealth in diversity, enjoyable limits and creating commons herausgeben. Die Essays von Ashok Khosla, Marianne Gronemeyer, Vandana Shiva, Richard Norgaard, Tim Jackson, Ezio Manzini und Silke Helfrich markieren die historische Ideenentwicklung einer Suffizienzökonomie auf einer Wanderung durch die Nachhaltigkeitsdiskurse vieler Dekaden.

Rethinking food security strategies in times of climate change

Seit den 1980er Jahren wurde vor allem mit handels-basierten Strategien versucht, weltweite Ernährungssicherheit herzustellen. Doch für die meisten Bauern in den Ländern des globalen Südens ging diese Strategie nicht auf. Dieser Artikel von Christine Chemnitz und Tilman Santarius im UNCTAD Trade and Environment Review zeigt zunächst auf, wie der zunehmende Welthandel die Verletzbarkeit (vulnerability) von Kleinbauern erhöht hat. Anschließend werden Maßnahmen vorgestellt, wie der Handel mit Agrarprodukten reregionalisiert, sein ökologischer Fußadruck dabei verringert und die Wertschöpfung für Kleinbauern maximiert werden kann.

North South Transitions to Green Economies

Auf dem Nachhaltigkeitsgipfel “Rio plus 20″ stand das Thema green economy hoch oben auf der Agenda. Aber die Ambitionen der Abschlusserklärung des Gipfels waren eher bescheiden. Diese Studie von Tilman Santarius, Jürgen Scheffran und Antonio Tricarico schlägt Reformen in Nord und Süd vor, damit die weltweite Transformation zu einer Versorgung durch Erneuerbare Energien nachhaltig und sozial gerecht gelingen kann. Damit ein greening of economies global gerecht erfolgt, werden sowohl Vorschläge zur politischen governance von Investitionen in den Ländern des Südens wie auch zur innovativen Reform von Exportförderung im Norden vorgelegt.

Prinzipien für eine gerechte Rohstoffpolitik

Zahlreiche Länder legen sich heute neue Strategien zu, um sich auch in Zukunft die immer harscher umkämpften Rohstoffe zu sichern. Dass Öl, Holz, Seltene Erden oder andere knappe Rohstoffe mit Kapital, Marktmacht, politischem „Armdrücken“ oder gar Militär gesichert werden können, zeigt der Status Quo. Ob das indessen recht und gerecht ist, steht auf einem anderen Blatt. Tilman Santarius führt drei Prinzipien aus, die sich als Richtschnüre für eine gerechtigkeitsfähige Rohstoffpolitik anbieten. Hier zur Ausgabe des „Forum Rundbriefs“, in dem der Artikel auf Seiten 5-6 erschienen ist; hier direkt zum Text des Artikels.

Nie wieder Exportweltmeister

„Exportweltmeister“ – jahrelang war dieser Begriff Ausdruck deutschen Selbstbewusstseins. Mehr als ein Dutzend Mal konnte die Bundesrepublik den Titel für sich verbuchen, und seit über drei Jahrzehnten hat sie einen festen Platz unter den Top-Exporteuren der Welt. Indessen, ist eine Politik der Exportorientierung nachhaltig? Hier zum Text des Artikels, in dem Tilman Santarius aufzeigt, wie der überzogene deutsche Exportüberschuss weder in ökologischer, sozialer noch aber wirtschaftlicher Hinsicht zukunftsfähig ist.

Klima und Handel – Warum der Klimawandel zu einer Reform der Welthandelspolitik zwingt.

Außenwirtschafts- und Handelspolitik werden bisher meist nach den Prinzipen des Freihandels und der Exportmaximierung betrieben. Im Ergebnis wird die Weltwirtschaft immer dichter verwoben, und Produktionsketten spannen sich von einer Hemisphäre in die andere. Ist dieser globalisierte Welthandel mit dem Ziel verträglich, die globale Erwärmung unter der gefährlichen Schwelle von 2 oder gar 1,5 Grad Celsius zu halten? Hier zur Studie “Klima und Handel”, die Reformschritte für die Handels- wie auch die Klimapolitik aufzeigt und sich insbesondere den Themen Verlagerung der Emissionen druch den Handel (Leakage), Grenzausgleich, und Technologietransfer widmet.

Deutschlands Vorreiterrolle auf dem Prüfstand. Klimagerechtigkeit nach dem Greenhouse Development Rights Modell.

Die Klimadiplomatie steht vor einem scheinbaren Dilemma: Die Industrieländer können den Klimawandel nicht mehr alleine bekämpfen, bereits mehr als 50% der weltweiten Emissionen stammen aus Entwicklungsländern. Diese allerdings stehen mit der Armutsbekämpfung vor dringenderen Problemen. Das Greenhouse Development Rights Framework bietet ein Lastenteilungsverfahren an, dass der Umsetzung von Klimaschutz und Menschenrechten gleichermaßen gerecht wird. Welche Verpflichtungen ergeben sich daraus für Deutschland? Hier zum pdf “Deutschlands Vorreiterrolle auf dem Prüfstand”.

Slow Trade – Sound Farming. Handelsregeln für eine global zukunftsfähige Landwirtschaft.

Zusammen mit zehn international renommierten ExpertInnen entwerfen Wolfgang Sachs und Tilman Santarius eine Alternative zur Agrarhandelspolitik der Welthandelsorganisation WTO. Der Report zeigt neue Perspektiven und Instrumente für ein Agrarhandelssystem auf, das den Armen eine wirkliche Chance bietet, die Umwelt schützt und den Übergang der Landwirtschaft in ein post-fossiles Zeitalter unterstützt. Hier zur englischen Originalausgabe von Slow Trade – Sound Farming, der auch auf deutsch, französisch, spanisch, arabisch, tschechisch, polnischportugiesisch, indonesisch und italienisch erschienen ist.

Klimawandel und globale Gerechtigkeit.

Der bisherige Klimawandel wurde hauptsächlich von den Ländern des Nordens verursacht, die Folgen wirken sich vor allem im globalen Süden aus und gefährden dort die Existenzrechte gerade der ärmsten Bevölkerungsgruppen. Indessen regen sich Zweifel, ob die gegenwärtige Klimapolitik die Entwicklungsrechte der Länder des Südens beschneiden könnte. Wie sehen Grundzüge einer internationalen Klimapolitik aus, die gerechtigkeitsfähig ist? Hier zum pdf der Zeitschrift “Aus Politik und Zeitgeschichte”, in dem der Artikel ab Seite 18 erschienen ist; hier zum Text des Artikels.

Wie viel Wasser für wen?

Nirgends werden Konflikte um Ressourcen ihrem Namen so gerecht wie im Fall von Wasser. Denn der Begriff „Ressource“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „surgere“, hervorquellen ab. Er ist als Metapher für Leben zu verstehen. Im Jahre 2050 werden wohl mehr als 2 Mrd. Menschen an Wasserknappheit leiden. Welche Gesichter tragen die weltweit unterschiedlichen Konflikte um Wasser? Mit welchen Mitteln findet Wasser – mal beinahe unsichtbar, mal offensichtlich – seinen Weg von den Mittellosen zu den politisch Einflussreichen und Kaufkräftigen? Hier zum Text des Artikels von Tilman Santarius und Wolfgang Sachs, hier zum Online-Text in der “Le Monde Diplomatique”.